Chronik

 

Schützenwesen

Im 14. Jahrhundert entstanden in unserer Region die ersten Schützengesellschaften, nicht zu verwechseln mit dem Schießwesen, das eine schützende Pflicht hatte. Die Armbrust wurde zu sportlichen und kriegerischen Zwecken eingesetzt.

Im Jahre 1458 fand in Nürnberg ein Armbrustschießen statt, an dem 321 Schützen aus vielen Städten wie Bamberg, Ansbach, München, Kelheim, Nördlingen, Augsburg, Ulm, Ehingen, Zürich und einige andere, teilnahmen.

Dem umfangreichen Nürnberger Stadtarchiv ist unter anderem zu entnehmen, dass die Entfernung vom Schützen bis zur Zielscheibe 140 Schritte betrug. Fünfzig Bolzen hatte jeder Schütze zur Verfügung und jeder, der das etwa 15cm große Zielblatt der Scheibe traf, galt als Treffer. Der Sieger mit 11 Treffern erhielt fünfzig Gulden. Zu Beginn des Schützenwesens war das Vogelschießen, Adlerschießen oder Papageienschießen bei den Armbrustschützen und beim Publikum eine sehr beliebte Attraktion. Die hölzerne Nachbildung eines Vogels wurde auf eine hohe Stange gesetzt und mit der Armbrust beschossen. Die abgeschossenen Bruchstücke, Splitter und Späne eines jeden Schützen wurden gesammelt und gewogen.

Auch Augsburg war eine Hochburg im 15. und 16. Jahrhundert. Erwähnens- wert ist das Armbrustschießen im Jahre 1470, an dem 466 Schützen aus dem gesamten süddeutschen Raum  teilnahmen.

Durch die Begegnung der Schützen aus entfernt gelegenen Städten entwickelte sich auch das Kulturleben bedeutsam.

Eckpunkte der Vereinsgeschichte

1921

Die Gründungsmitglieder Ludwig Schuler, 1. Vorsitzender,                  Wilhelm Riggenmann, Ludwig Zeller, Philip Birk,  Johann Konrad,    Matthias Kast, Karl Schäffner, Wilhelm Mahler, Bruno Schweizer,       Johann Bolkart, Franz Fischer und Dr. Eberle gründeten den Schützenverein Pfaffenhofen.

Geschossen wurde in der Gaststätte Seitz auf einem Schießstand von Nebenzimmer über Küche zur Waschküche.               

1925

Gauschießen des >>Oberen Rothtalgaues 58<< durchgeführt

1926

Gründung des Schützengaues 59, genannt >>Unterrothtalgau<<

1952

Wiederaufnahme des Schießbetriebs nach dem 2. Weltkrieg

1953

 Am 01. Januar die Mitgliedschaft beim BSSB angemeldet

1954

Schützenkette angeschafft

1958

Fahnenweihe der eigenen Fahne, die Patenschaft übernahm der Schützenverein Holzheim. Kurz vor dem Festakt hat ein Gewittersturm das Zeltdach abgedeckt, das damals noch genagelt war. Nur durch großen Einsatz aller Schützen war es möglich, den Festakt  verspätet doch noch zu einem Erfolg werden zu lassen.

1960

Am 28./29. Mai Patenschaft bei Fahnenweihe des Schützenvereins Roth/Berg übernommen.

Teilnahme am Oktoberfest in München

1963

Umzug ins Schießlokal >>Äußere Taverne<<

1969

Bei der Fahnenweihe des Schützenvereins Erbishofen die Patenschaft übernommen

1974

Start des Marktpokalschießens, Teilnehmer waren Pfaffenhofen, Balmertshofen, Beuren, Erbishofen und Roth/Berg

1988

Jugendschützenkette von Ehrenmitglied Dr. Adalbert Jäckle gestiftet

1989

Beginn der Schützenheim-Neubauplanung

1991

1. Spatenstich des Schützenheim-Neubaus am 19. April

1992

Eröffnungsschießen im neuen Heim am 23. Oktober

1993

Einweihung des Schützenheimes am 11./12. September mit 16 LG-  und 16  LP-Ständen     

1996

Anschaffung neuer Trachten - 11 Frauentrachten /                               28 Männertrachten / 11 Jugend-T-Shirt

Doppeljubiläum - 75 Jahre Schützenverein Pfaffenhofen - 85 Jahre Musikverein Pfaffenhofen                                 

1999

Gründung der Böllergruppe

2001

Doppeljubiläum - 80 Jahre Schützenverein Pfaffenhofen - 90 Jahre Musikverein Pfaffenhofen

2003

Gründung der Bogenabteilung. Geschossen wird auf dem Hartplatz des Sportvereins Pfaffenhofen